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Pferdeverkauf - Neue Pferde
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15. Sep 2011 |
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Fünfjährige DressurpferdeFürstenball OLD holt den TitelWarendorf (fn-press). Petrus hat einen Fingerzeig gegeben beim DKB-Bundeschampionat der fünfjährigen Dressurpferde in Warendorf. Als der lackschwarze Qualifikationssieger Fürstenball OLD mit Ines Westendarp (Wallenhorst) auf das Viereck kam, lugte im Gewitter-Finale ganz zaghaft bereits wieder die Sonne hervor. Mit der Wertnote 9,4 gewann der von Georg Sieverding in Emstek gezogene Oldenburger Hengst v. Fürst Heinrich – Donnerhall und bestätigte damit seine Favoritenrolle. Für den „bombensicheren“ Schritt erntete er die Bestnote 10, für den „wunderbar leichtfüßigen“ Trab und den Gesamteindruck jeweils 9,5. Neuer Grund zur Freude für die Dänin Hendriksen und Paul Schockemöhle (Steinfeld), die seit dem Körsieg des Hengstes eine Besitzergemeinschaft bilden. Hendriksen hatte den Hengst als Fohlen für den damals sensationellen Preis von 110.000 Euro bei der Eliteauktion gekauft, wo Schockemöhle bei 85.000 Euro ausgestiegen war. Seither ist Fürstenball OLD Landessieger geworden und war bei der Weltmeisterschaft junger Dressurpferde in Verden dabei (13.). Sieverding, seit 30 Jahren Züchter, will mit der Sieger-Mutter Maradonna und deren Vollschwester „konsequent weitermachen“. Fünf gekörte Söhne haben die beiden Stuten schon geliefert.
Mit zwei Zehnteln Rückstand Zweiter wurde der Westfalen-Hengst Florentinus V v. Florestan – Londonderry aus der Zucht der ZG Friedrich und Volker Möhle in Hille. Es goss wie aus Kübeln, als der elegante Dunkelbraune mit der US-Amerikanerin Jennifer Hoffmann seine FEI-Finalaufgabe absolvierte. Kommentator Christoph Hess lobte den „Riesenritt“ vor der Regenschirm-Kulisse, und unter diesen widrigen Wetter-Umständen waren die 9,5 für Durchlässigkeit und Gesamteindruck eine besondere Leistung. Alle Grundgangarten wurden gleichmäßig mit 9,0 bewertet. „Er war wunderbar bei mir. Hat mir alles gegeben“, strahlte die klatschnasse Reiterin nach dem Ritt. „Der wird ein Grand-Prix-Pferd. Er lernt einfach alles“, sieht die Amerikanerin voraus, die den Hengst seit Dezember reitet und mit ihrem Mann Jürgen Hoffmann in Coesfeld-Lette trainiert. „Ein „Dream-Team“ für uns“, sagte Günter Voss, der mit Marcus Voss das Gestüt Letter Berg in Coesfeld führt, wo der gekörte Florentinus V auch bereits gedeckt hat. Der Hannoveraner Rappe Simply Nymphenburg v. Sir Donnerhall I – Weltmeyer wurde Dritter mit der Wertnote 8,9, die auch lange Zeit unerreicht blieb. Die Reiterin Tessa Frank (Bad Zwischenahn) weinte vor Freude schon bei der Kommentierung ihres Rittes über vier mal die Note 9,0. Lediglich der Schritt mit reichlich langer Zügelführung erhielt eine 8,5. Helmut Freiherr von Fircks (München) hat den Wallach im Oktober bei der Verdener Eliteauktion gekauft. Züchter ist Peter Enders aus Badbergen. „Er hat für mich gekämpft“, sagte die Reiterin über den Wallach, dessen „wunderbares Interieur“ auch den Richtern aufgefallen war. Frank will den Rappen weiter ausbilden. Ein „kleines erfolgreiches Familienunternehmen“ feierte den vierten Platz für die Fuchs-Stute La Lopez, die als Siegerin aus dem kleinen Finale nachgerückt war. Dr. Klaus Dieter Nolden (Goch) ist Züchter der feinen Rheinländerin v. Lord Loxley I – Boss. Dessen Witwe Wilma Nolden ist die Besitzerin, und Schwiegertochter Christine Nolden hat sie angeritten und für das Championat ausgebildet. In der Gesamtnote von 8,6 stachen zwei Mal 9,0 für Schritt und Rittigkeit hervor. „Ich bin froh über jeden Tag, den ich sie reiten darf“, lobte die Reiterin ihre sympathische Stute – die Letzte aus ihrem Stamm, der Pferde bis zur Klasse S gebracht hat. Aus 74 Nennungen gingen 59 Starter in die Qualifikation für das DKB-Bundeschampionat der fünfjährigen Dressurpferde. Neun der 17 Finalisten stammen aus Hannover. Sechs Zuchtgebiete waren insgesamt vertreten, davon Sieger Oldenburg, Vizechampion Westfalen und das Rheinland mit jeweils zwei Pferden. Die Zuchtbasis ist längst nicht mehr eindeutig auf einen ganz bestimmten Hengst zugeschnitten. 36 verschiedene Väter zeichneten für die fünfjährigen Championatsteilnehmer in der Dressur. Sandro Hit (6), Sir Donnerhall I (5) und Fidertanz (4) tauchten am häufigsten auf. Im Finale waren von den Dreien noch jeweils zwei Nachkommen vertreten. Der früh verstorbene Sieger-Vater Fürst Heinrich war nur mit dem Sieger Fürstenball OLD repräsentiert. „Made in Germany“ ist auch bei Pferden ein Etikett, das international geschätzt wird. Sechs der 17 fünfjährigen Final-Pferde in Warendorf hatten – schon – ausländische Besitzer. Wenn es um Ausbildung geht, gilt das Gleiche. Johannes Westendarp (Rulle), der für die Amerikanerin Cheryl Dee Wyllie den Hengst Bailador de Amor platzierte (11.), hat bereits die Zusicherung, dass der Breitling-Sohn in Deutschland bleiben soll „bis er St. Georg geht.“ Petra Schlemm Tags:
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