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Pferdeverkauf - Neue Pferde
Verkauf Pferde Updates
16. Sep 2011 |
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Sechsjährige DressurpferdeChampion Callaho’s BenicioWarendorf (fn-press). Der Seiteneinsteiger gegen den Favoriten: Beim DKB-Bundeschampionat der sechsjährigen Dressurpferde überholte der hochweiß gestiefelte Hannoveraner Hengst Callaho’s Benicio aus Südafrika den Publikumsliebling und Vizeweltmeister Damon Jerome im starken Trab Richtung Championsschärpe. Mit Anna-Sophie Fiebelkorn (Grasdorf) im Sattel erhielt Callaho’s Benicio die Note 9,4. Ein Zehntelpunkt trennte die beiden Füchse in der FEI-Finalaufgabe. In der Qualifikation hatten die Richter noch den einfarbigen Rheinländer mit Uta Gräf (Weisenheim) vorne gesehen. „Sternstunde“ nannte Kommentator Christoph Hess den Auftritt des bunten Dunkelfuchses Benicio v. Belissimo M aus einer Velten Third-Mutter, für den die Richter zwei Bestnoten 10,0 für Trab und Schritt zogen. Im Galopp gab es wegen leichter Verwerfung eine 9,0 und im Gesamteindruck 9,5. Die 8,5 für Rittigkeit scheint verzeihlich angesichts der Biografie des Hengstes, der nach der Körauktion 2007 in Verden von seinem Züchter Wilhelm Stadtlander aus Lilienthal nach Südafrika verkauft wurde und erst seit knapp einem Jahr bei Fiebelkorn steht. „Er ist hier sein drittes Turnier gegangen“, sagte die Reiterin, die vom Arbeitswillen und der Konzentration des Hengstes genauso angetan ist wie Trainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen (Hoya). Zunächst sichtlich elektrisiert von der Atmosphäre um das enge Warendorfer Viereck fügte er sich sofort in die Aufgabe und genoss hinterher sichtlich den Applaus. Mit dem Besitzer Ian Callander, der die Ritte über das Internet verfolgte, gibt es eine klare Absprache und zunächst bleibt das Pferd bei Fiebelkorn. „Wir hoffen auf weitere Zusammenarbeit“, betonte Meyer zu Strohen. „Das Grundpotenzial für eine sportliche Zukunft ist deutlich sichtbar“, bestätigte er die Noten der Richter. Die Ehrung für den Züchter des Siegers nahm Stadtlanders Tochter Iris Beuchers für ihren Vater entgegen. Der Züchter ist schwer erkrankt und hat den Höhepunkt seiner 30-jährigen Züchterarbeit mit fünf Stuten nicht miterleben können.
Damon Jerome (Züchter Willi Schneider, Laubach, und Besitzer Prof. Dr. Thomas Hitschold, Worms) brillierte unter Uta Gräf mit „tollen Wechseln vom Allerfeinsten“ und souveräner Durchlässigkeit, die auch bei einer leichten Unsicherheit sofort wieder zurückfand in den richtigen Takt. Für Trab und Schritt gaben die Richter 9,0 und erhöhten für Galopp, Rittigkeit und Gesamteindruck auf 9,5. Weil sie leichtes Zähneknirschen gehört hatten, wurde eine 10 für die Rittigkeit dann doch vorenthalten. Dass Uta Gräf Rittigkeit zu zelebrieren versteht, zeigte sie später in Warendorf noch mit ihrem Grand-Prix-Pferd Le Noir: Piaffe, Passage, Einerwechsel ohne Sporen, Gerte und Trensengebiss, die Pirouette nur mit einer Hand. Das Publikum hat gestaunt. Auf Platz drei ritt Ralf Kornprobst (Erding) den Westfalen-Wallach Freckle v. Future aus einer Gribaldi-Mutter. Der Braune war mit 8,0 aus dem kleinen Finale nach oben gekommen und erreichte hier 8,8. Der Trab mit ganz großer Mechanik wurde mit einer 9,5 bewertet, Galopp und Gesamteindruck jeweils mit 9,0. Lob gab es für tolle Seitengänge, Abstriche für einen nachgesprungenen ersten Wechsel. Freckle ist gezogen und im Besitz der holländischen Firma Bloodlines b.V. und war vierjährig Reitpferdechampion in Holland, wo er von Edward Gal und Hans Peter Minderhoud als Fremdreiter jeweils 9,5 erhalten hat. Zweieinhalb Monate hatte Kornprobst Zeit zum Kennenlernen und die Qualifikation zum Championat nachdem ihm das Pferd als Schwangerschaftsvertretung zur Verfügung gestellt worden war. Den „ganz tollen Arbeitseinsatz“ lobt der Grand Prix-Ausbilder besonders an dem Pferd. Einen „Ritt auf höchstem reiterlichen Niveau“ bescheinigten die Richter dem Mannschaftsvizeeuropameister Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit dem Oldenburger Fuchswallach Don Bettino, der mit 8,7 auf Platz vier endete. Der Sohn von Don Primero aus einer Mutter von dem Vollblüter Painters Row ist gezogen von Barbara Bettin-Schulze-Schleppinghoff (Lienen) und gehört Jean Philippe und Christine Despontin aus dem belgischen Spa Aus 57 Nennungen waren 44 Starter in der Qualifikation der sechsjährigen Dressurpferde angetreten. Vierzehn starteten im Finale, nachdem die Sandro Hit-Stute Schöne Aussicht OLD unter Oliver Oelrich (Lengerich) zurückgezogen worden war. Hannover und Oldenburg mit jeweils fünf Pferden stellten den größten Anteil. Das Rheinland bot zwei Pferde, Westfalen, Württemberg und Bayern jeweils eines. Sandro Hit und Florencio I stellten jeweils zwei Finalisten. Neun Hengste traten an und jeweils drei Stuten und Wallache. Ein Drittel der Pferde des Finales stehen in ausländischem Besitz. Petra Schlemm Tags:
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