17.

Jul

2008

Königliche Pferde - Nobles Reiten
Das Pferd - Pferde DVDs und Bücher
Immer wieder hat der Mensch innerhalb seiner Entwicklungsgeschichte versucht, seine eigenen Fähigkeiten mit denen des kraftvollen, wendigen und schnellen Pferdes zu vereinen. Elegantes und kunstvolles Reiten auf edlen Pferden war aber bis in die neue Generation vorwiegend noch ein Privileg des Adels, der Könige und Herrscher. Bent Branderup, einer der besten Dressurreiter der Gegenwart, schlüpft in diesem Film in die Rolle von Königen, Aristokraten und läßt uns erleben, wie sie zu Pferd saßen, die ehemals Mächtigen vergangener Epochen. Die Vertreter königlicher Pferderassen wie Araber, Andalusier, Knabstrupper und Trakehner präsentieren sich in prachtvollen Schaubildern als virtuose vierbeinige Ballettänzer. An historischen Drehorten wie der königlichen Reitschule in Spanien und Kopenhagen oder in deutschen Schlössern und unter der Live-Mitwirkung von Sinfonieorchester mit zeitgenössischer Musik entstand ein Film, in dem die große Ära der höfischen Reiterei wieder lebendig wird. Höhepunkt ist ein Pferdeschaubild aus der Blütezeit des barocken Reitens inmitten eines gigantischen Feuerwerks. Folgen Sie dem Film in eine Zeit, in der das Reiten auf edlen Pferden vorwiegend noch eine Kunst für Könige und Herrscher war, die heute aber jedem von uns zugänglich ist. Ein Muß für jeden Fan von edlen Pferden und klassischer Reitkunst. test

An originalen historischen Schauplätzen entstand mit einem aufwendigen Budget, in über einem Jahr Produktionszeit ein Dokumentarfilm mit Spielfilmcharakter durch den die große Ära der höfischen Reiterei wieder lebendig wird.
Unter Zuhilfenahme modernster Tricktechniken wurden historische Gemälde und Bilder zum Leben erweckt und lassen die Reitkunst zum Spiegelbild ihrer jeweiligen Zeit werden. Um die Atmosphäre dieser vergangenen Epochen unverfälscht darzustellen, wurde in Renaissance-u. Barockschlössern gedreht, wurden Großfeuerwerke inszeniert und namhafte Sinfonieorchester verpflichtet. Damit das originale Ambiente barocker Reitkunst möglichst authentisch wiederentstehen konnte, drehte das Filmteam u.a. in der privaten Reithalle des dänischen Königshauses in Christiansburg Kopenhagen. Um die Illusion von lebendigen, historischen Abbildungen perfekt zu machen, agierten die Pferde vor der sogenannten "Blue-box", ein klassischer Filmtrick, der verschiedene Bildebenen miteinander kombiniert. Somit wurde erstmalig ein filmischer Ritt in einem originalen Stich oder Gemälde möglich. Damit die prächtigen Bilder vergangener Tage auf Film gebannt werden konnten, mußten während der vielen Drehtage Pferde und Menschen über sich hinauswachsen. Denn Reiten für Filmaufnahmen heißt, die Szenen immer und immer wiederholen, bis alles perfekt sitzt. Da waren in einer Einstellung Pferd und Reiter zwar sehr gut, im Hintergrund fuhr aber ein Auto durchs Bild oder schauten Schaulustige in die Kamera. Also alles noch mal, oft bis an die Konditionsgrenzen der zwei- und vierbeinigen Darsteller. Und als einer der "Hauptdarsteller" auf einer Fläche von gerade mal 5x5 Meter in der "Blue-box" eine Galopp-Pirouette vollführte, da mußte sein Reiter schon verflixt aufpassen, daß der blinde Hengst nicht aus Versehen die Szene durch die blaue Hintergrundkulisse verließ. Das Filmteam mit dem Produzenten Roman Teufel hatte sich viel vorgenommen. Der Film lässt historische Gemälde und Stiche mit filmischen Mitteln wieder lebendig werden und beweist daß die alten Meister der Reitkunst wirklich so gut reiten konnten.
Der Film macht die seltenen Augenblicke, wo zwei so verschiedene Geschöpfe wie Mensch und Pferd zu einem Wesen verschmelzen, zu einem cineastischen Erlebnis.

Ulrich P.: Diese DVD gehört zu den faszinierendsten Filmen über Pferde und das Reiten die ich je gesehen habe. In wunderschönen Szenen erlebt man wie die großen Reitmeister früher geritten sind. Der Film zeigt aber darüber hinaus viel mehr. Wenn die uralte Partnerschaft zwischen zwei so verschiedenen Wesen wie dem Pferd und dem Menschen harmonisch gestaltet wird, dann kann etwas Wunderbares entstehen, dann wird Reiten zu einer eigenen Kunst wie der Tanz oder das Balett. Der Film gehört sicherlich nicht zu der üblichen Kategorie "Lehrfilme übers Reiten", aber dennoch erfährt man durch den Hauptakteur Bent Branderup einiges über die Geheimnisse des guten Reitens. Was den Film von den meisten anderen Pferde u. Reitfilme unterscheidet sind die unglaublich schönen Bilder, kombiniert mit wunderbarer Musik. Wer sich für Pferde, das Reiten oder auch nur für die wechselvolle Geschichte des Pferdes innerhalb der menschlichen Evolution interessiert, kommt an diesem Film nicht vorbei.
Die technische Bildqualität ist brilliant und als Extras gibt es ein "Making of" und den Kinotrailer.

Stephan P.: Dieser prachtvolle, mit großem Aufwand produzierte Film gibt dem Zuseher einen Überblick über die Entwicklung der Reitkunst und die wichtigsten Epochen. Bent Branderup, reitender Hauptdarsteller und Kommentator, erläutert die Entwicklung der Reitkunst vom Altertum bis in die Neuzeit. Die Grundidee des Filmes ist es, die kunstvollen Bilder von Reitern und Pferden vergangener Zeiten wieder lebendig werden zu lassen. Dazu wurde an historischen Originalschauplätzen gedreht. Der Knabstrupperhengst Filur, der das Renaissance-Pferd verkörpert, wurde von Bent Branderup nach der Methode von Antoine de Pluvinel (1555-1620) ausgebildet.
Das Video bietet anspruchsvolle Unterhaltung, fundierte historische Information und zeigt schöne, harmonisch gerittene Pferde.

Narika: Bent Branderup versteht es, sich in Szene zu setzen. Auch mit diesem Film ist ihm dies gelungen! Mit wunderschönen Bildern wird der Zuschauer in die Welt der schillernden Reitakademien der Renaissance und des Barocks eingeladen: Reiten als l'Art pour l'Art. Als Zuschauer nimmt man es Branderup sofort ab, dass er auch dieses Ziel verfolgt mit ganzer Seele: Auch der Film an sich ist ein Gesamtkunstwerk!
Genau dieser Punkt ist aber auch seine Schwäche, denn im Rahmen dieses Gesamtkunstwerks wurden einzelne Lektionen nicht immer ganz SO umgesetzt, wie das der anspruchsvolle Reiter gerne sehen würde. Wer bereit ist, über kleine Ungereimtheiten und einzelne Taktfehler hinweg zu sehen, dem ist aber ein absolut gigantisches Filmvergnügen garantiert! 

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