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Pferde Updates
23. Dez 2007 |
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Sörup/joh - „Das hätten wir nie so erwartet", strahlte Mutter und Heimtrainerin Andrea Kay mit ihrer 15-jährigen Tochter Sarah nach dem Doppelsieg bei den deutschen Voltiigier-Meisterschaften der Junioren in Hohenhameln/Niedersachsen um die Wette. „Vor allem, weil wir über keine eigenen guten Pferde verfügen, sondern auf fremde Turnierpferde und Longenführer angewiesen sind." Das wäre der jungen Reiterin aus Sörup im Einzel-Wettbewerb fast zum Verhängnis geworden. In den zwei Wochen nach der EM in Tschechien ohne Training „habe ich im ersten Durchgang gepatzt", erzählt Sarah Kay. Ihrem Pferd „Leon", das aus Baden-Württemberg kommt, gab sie keine Schuld, auch nicht ihrem Longenführer Wolfgang Renz. „Es lag allein an mir, weil ich kein Training auf dem Pferd hatte." Doch die 15-jährige Europameisterin steigerte sich im zweiten Durchgang und riss alles raus. Mit 8,478 Punkten holte sie sich am Ende souverän den erstmals ausgetragen DM-Titel im Voltigier-Einzel der Junioren vor Janina Martin (Freudenberg) mit „Rio D" (8,355) und Regina Burgmayr (Kirchseeon) auf „Cappuchino" (8,336). Zwar hatte sich Sarah Kay nach ihrem EM-Gold bei den deutschen Meisterschaften selbst ein wenig unter Druck gesetzt („Ich glaube schon, dass ich jetzt Favoritin bin"), doch die Konkurrenz war schwer einzuschätzen-vor allem Regina Burgmayr. Die 18-jährige Reiterin aus Bayern stand kürzlich im deutschen Aufgebot für die WM in Brünn. Aber mit einem starken zweiten Vortrag überholte Sarah Kay die WM-Starterin. „Selbst Bundestrainerin Ursula Ramge war begeistert", erzählt Mutter Andrea Kay. In der Gruppe trat die Söruperin mit ihrem Westfalen-Team Peiler Hamm an. Das von Jennifer Peiler auf „Letita" vorgestellte Juniorenteam war fast identisch mit der EM-Mannschaft und ließ in Hohenhameln nichts anbrennen. Nach ihrer Maximal-Ausbeute bei EM und DM hat sich Sarah Kay eine Pause verdient. Zwar stehen noch die norddeutschen Meisterschaften auf dem Programm, aber bei der Qualifikation ist die 15-Jährige auf Klassenfahrt. „Darum schenke ich mir die Titelkämpfe", sagt sie. „Daskann ich mir jetzt leisten." Vielleicht reite sie noch einmal in Löwenstedt, dann aber erst wieder im Februar beim großen Turnier in Bremen, sagt die junge Söruper Reiterin, auf die zudem in der Winterzeit noch die KaderLehrgänge in Warendorf warten. In den nächsten Monaten verschieben sich die Schwerpunkte: Pferdeausbildung statt Turniere heißt es für die Kays. Die Söruper Reiterfamilie wurde im Stall der FlensburgerinVera Fürst (Flensburger RuFV von 1924) aufgenommen. „Sie hat tolles Pferdematerial", schwärmt Andrea Kay. „und wir haben zwei Pferde zur Probe bekommen." Wenn es so läuft, wie es sich die Heimtrainerin vorstellt, muss ihre Tochter schon im nächsten Jahr nicht mehr auf Pferde aus Westfalen oder Baden-Württemberg ausweichen, „sonderndann können wir mit unseren eigenen Pferden starten". Schöne Aussichten für die neue Meisterin.
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