17

Jul

2008

Der ganz normale Reiterwahnsinn
The Horse - Horse books and Videos

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Sind Sie langjähriger Reiter, Reitanfänger, Wiedereinsteiger oder sonst wie mit dem Pferdevirus infiziert? Keine Sorge, Sie sind zwar nicht zu heilen, aber diese Sucht ist eine der schönsten, die man sich vorstellen kann - und das obwohl sie einige Tücken auf Lager hat. Denn zugegebenermaßen herrschen bei den Pferdeleuten schon merkwürdige Sitten und Gebräuche, deren Sinn oder Unsinn man auf den ersten Blick nicht immer durchschaut. Mit diesem Ratgeber sind Sie für alle Eventualitäten gewappnet, und außer möglichen Lachkrämpfen kann Ihnen nichts Unerwartetes mehr zustoßen. Gnadenlos ehrlich, herrlich ironisch und mit durchaus bissigem Humor wird der alltägliche Wahnsinn der Reiterwelt aufs Korn genommen. Dabei werden auch die Fettnäpfchen und Fallstricke beleuchtet, die den Pferdefreund auf seinem Weg erwarten. Dieses Buch lässt keine Fragen offen! Es begleitet den Neueinsteiger wie den Fortgeschrittenen auf allen Stationen seiner Reiterkarriere vom Erwerb der ersten Ausrüstung, bis hin zu Kauf und Pflege des eigenen Pferdes.

Buch-Rezesionen

Sonja S.: Es gibt Bücher, an die man sich noch nach Jahren erinnert. Die einem im Gedächtnis bleiben und aus der Seele sprechen, entweder weil einem das behandelte Thema ganz besonders am Herzen liegt, oder weil der Schreibstil so sympathisch ist. Oder auch, wenn man ganz großes Glück hat, beides zutrifft.
"Der ganz normale Reiterwahnsinn" ist für mich so ein Buch.
Ich habe es von einer Freundin geschenkt bekommen - und noch am gleichen Tag verschlungen; hier werden die wichtigsten Themen rund um den Reitsport - wie z.B. Auswahl des Reitstalles, Kauf der Ausrüstung, Pferdepflege und -unterbringung - behandelt, wobei dem Leser aber immer wieder vor Augen gehalten wird, dass ein Pferd kein Sportgerät, sondern ein Lebewesen ist. Und mit diesem Lebewesen kann man viel Spaß haben und, ja, auch Sport treiben. Wenn man bereit ist, die Bedürfnisse des Pferdes in den Vordergrund zu stellen, auch wenn es viel Zeit und Geld kosten kann.
Obwohl das Buch von Susanne Puls so wichtige Inhalte transportiert, bestehende Missstände im Reitsport anprangert und immer wieder für die artgerechte Pferdehaltung eintritt, habe ich mich bei der Lektüre oft gekringelt vor Lachen, weil diese Themen nicht staubtrocken abgehandelt, sondern auf humorvoll-ironische Art, fast wie in einem Gespräch unter Freunden, diskutiert werden

K. König: Dieses Buch eignet sich für Reiter aller Sparten, ebenso für Anfänger wie für „alte Hasen". Einzige Voraussetzungen, die der Leser mitbringen sollte, damit ihm das Buch auch gefällt, sind Humor und Selbstironie. Dann lacht er sich garantiert kaputt über die direkt aus dem Leben gegriffenen Schilderungen des ganz normal verrückten Reiterdaseins. Es ist wirklich angenehm, einmal ein Reiterbuch zu lesen, das nicht wie viele andere von Idealzuständen ausgeht (rittige Pferde, motivierte Reitlehrer, tolle Reitställe etc.) sondern schonungslos ehrlich auch die weniger schönen Seiten der Reiterwelt beschreibt, z.B. die Zustände in schlechten Schulbetrieben, Abzocke des Pferdebesitzers durch sogenannte Pferdeflüsterer und Wunderheiler, die Schwierigkeiten einen guten Stall zu finden, Lästereien unter Reitern, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ich persönlich habe sehr viele Situationen und Typen, die im Buch dargestellt sind, selber genauso erlebt und kennen gelernt und finde die Darstellungen absolut zutreffend. Mein Fazit: Ein empfehlenswertes Buch für Reiter mit Humor, das sowohl zum Lachen wie auch zum Nachdenken anregt.

xhp: Ich wollte mir das Buch schon häufiger kaufen, konnte mich jedoch nicht wirklich dazu durchringen. Gut so! Ich habe es schließlich geschenkt bekommen.
Das Buch lässt sich gut lesen, da es in einem lockeren Stil geschrieben ist. Ein Muss für jeden Reiter ist es jedoch nicht!
Zuweilen bekommt man den Eindruck, dass die Autorin am Reiten mehr Leid als Spaß empfindet, was dann auch immer wieder zu übertriebenen Aussagen führt. Man fragt sich als Leser, welch schlimme Erfahrungen die gute Frau machen musste.
Andererseits gibt es auch einige gute kritische Punkte. Dies betrifft insbesondere das Kapitel Pferdekauf, indem deutlich gemacht wird, das ein Pferd nicht nur eine Ein-Tages-Sache ist und durchaus einiges bei Krankheit kosten kann.
Fazit: Ganz witzig zu lesen, aber kein Muss! 

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