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Horse Updates
23 Dec 2007 |
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„Es ist Gold", so die aufgeregte Stimme am Telefon. Christian Kay im Söruper Ortsteil Hollehit schluckte dreimal, dann wollte er seine Glückwünsche aussprechen. Doch auf der anderen Seite im österreichischen Stadl-Paura hörte man ihn kaum, denn tränenüberströmt vor Glück lagen sich Julia Kay, ihre Mutter Andrea und die elfjährige Schwester Sarah in den Armen. Die Spannung, die sich über viele Tage aufgebaut hatte, fiel ab, der Stress war vergessen. Gemeinsam mit ihrer zehnköpfigen Mannschaft aus dem bayerischen Ingelsberg hatte Julia Kay bei den Weltmeisterschaften in Österreich die Goldmedaille im Gruppen-Voltigieren gewonnen.In Sörup beim Reit- und Fahrverein hat Julia Kay unter Anleitung ihrer Mutter das Reiten und Voltigieren gelernt. Schon in ganz jungen Jahren hat die heute 15-Jährige ihr Turn- und später Voltigiertalent bewiesen. Von großen Wettbewerben brachte die Söruperin schon häufig Titel mit nach Hause. Bei einem dieser Wettbewerbe wurden die Voltigier-Experten vom Voltigier-verein Ingelsberg auf Julia aufmerksam und luden sie ein, in ihrem Verein zu trainieren. Immer wieder ist die Realschülerin daraufhin nach Bayern gefahren und hat mit den anderen Mädchen der Gruppe trainiert. Nach einer Sichtung im Mai stand fest, dass Julias Gruppe Deutschland bei der Voltigier-Weltmeisterschaft in Österreich vertreten wird. Mit Beginn der Sommerferien reiste sie ins Trainingslager nach Bayern. „Wir mussten uns ordentlich quälen," erinnert sie sich rückblickend. Sieben Stunden täglich standen Turnen, Voltigieren und Krafttraining auf dem Programm. Eine eigens eingestellte Choreographin war für die richtige Körperhaltung und Bewegungsabläufe zuständig. Mit dem Tag der Abreise nach Stadl-Paura stieg die Spannung und erreichte bei dem viertägigen Turnier ihren Höhepunkt. Vier Mal mussten die Teilnehmer sich der Jury stellen - in den ersten drei Durchgängen erhielt die deutsche Mannschaft die höchste Benotung. Mit diesem Bonus ging das Team in den vierten Wettkampf. Wallach „Davidoff" lief an diesem Tag besonders ruhig und ausgeglichen, die Mädchen waren hochkonzentriert und machten keinen Fehler. Der Lohn: Der WM-Titel vor dem dreimaligen Weltmeister aus der Schweiz. Den dritten Platz belegte die US-Mannschaft. Mit ihrer Goldmedaille im Gepäck hat sich Julia Kay nun erst einmal aus Ingelsberg und Bayern verabschiedet. Nächstes Ziel: Im kommenden Jahr will die Weltmeisterin mit dem Team ihres Heimatvereins, dem Flensburger Reitclub Engelsby/Twedt, zur Europameisterschaft fahren.
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