23 Dec 2007 |
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Gleichförmig zieht das Pferd an der langen Longe von Andrea Kay seine Runden. Ohne sichtliche Regung nimmt der Vierbeiner hin, dass die 15 Jährige Julia Kay auf seinem Rücken beeindruckende artistische Übungen vollführt. Die Gleichförmigkeit und Ruhe wird lediglich unterbrochen von Mutter Andrea, die ihre Tochter korrigiert und auf Haltungsfehler hinweist. Hier in der ländlichen Abgeschie denheit von Hollehit kann die 15 Jährige auftanken, Kraft schöpfen, denn in den nächsten Tagen heißt es wieder Abschied nehmen von der Familie, von Freunden und den Tieren. Allerdings hat Julia nicht bei den Bayern angeklopft und um Aufnahme in den „erlauchten Kreis" gebeten. Julia hat unter den Voltigier-Sportlern in Deutschland bereits einen Namen. 2oo2 wurde sie in den Landeskader berufen, 2003 holte sie den Landesmeistertitel mit der Gruppe und darüber hinaus den dritten Platz in der Einzelwertung. Auch auf internationale Erfahrungen kann Julia schon zurück blicken. In Österreich belegte sie unter i2o Startern den zehnten und in Polen den dritten Platz. Diese Leistungen bescherten ihr einen Platz im Bundeskader und die Einladung nach Ingelsburg. Es muss wohl an den Genen liegen", schmunzelt Andrea Kay, wenn sie die turnerischen Leistungen ihrer Tochter bewertet. Sie hatte von Beginn an einen außergewöhnlich guten Gleichgewichtssinn", erklärt die Mutter. Trotz großer Erfolge löste sich die Söruper Voltigiergruppe auf, und Julia schloss sich der Voltigierabteilung des Flensburger Reitclubs an. Dort trainiert sie nun eifrig. Und für zehn Tage in jedem Monat fährt sie nach Ingelsburg, wohnt dort bei einer befreun deten Familie und kümmert sich ausschließlich um den Sport, denn ein Weltmeistertitel wäre das Größte. Andrea Kay weiß, dass ihre Tochter über viel Ehrgeiz verfügt, in Ingelsburg nur für ihren Sport lebt. Wir sind alle gut befreundet", berichtet Julia über ihre Ingelsburger Gruppe. Zicken-Alarm" gibt es nicht, würde auch von den Trainern und Betreuern nicht akzeptiert werden, denn ein zig das Ziel ist entscheidend. Und das will Julia Kay erreichen. Dafür opfert sie ihre gesamte Freizeit, und ihre Eltern unterstützen sie. „Sponsoren und andere Unterstützung gibt es für diese Sportart nicht", bedauert Andrea Kay, und so sind sie schon mal bis zu 20 Stunden mit dem Pferdehänger zu einem internationalen Turnier unterwegs. Doch das wird aufgewogen durch den Applaus, wenn Julia auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen.
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